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27.08.2009

Alibitierschutz an Uni und ETH?

Hans Sigg ist bekanntlich Tierschutzbeauftragter der Universität und der ETH Zürich. Als solcher meldet er sich regelmässig zu Wort, wenn Medien kritisch über Tierversuche berichten. Seine Statements haben einen hohen Wiedererkennungswert. Es sind Verharmlosungen, Belehrungen, vermeintliche Erklärungen, Schönfärberei und immer wieder Rechtfertigungen. So auch in seiner Replik zum Tagi-Artikel von Felix Maise vom 17. August. Von einem Tierschutzbeauftragten würde man erwarten, dass er sich in erster Linie für das Wohl der Versuchstiere einsetzt und dies auch darlegt. Bei Herrn Sigg habe ich immer das ungute Gefühl, dass er ein fleissiger Helfer der Experimentatoren ist, statt dass er den Schutz der Tiere ins Zentrum seiner Aktivitäten stellt. Aber vielleicht können hier die beiden Hochschulen Klarheit schaffen, indem sie das Pflichtenheft ihres Tierschutzbeauftragten offen legen.

 

 

Bernhard Trachsel

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Kommentare

 
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Bernhard Trachsel

Freitag, 28.08.09 11:00

Lieber Herr Steiger
Besten Dank für Ihren Kommentar. Er offenbart eine Wahrnehmung, die wir immer machen. Für viele Forscher, speziell bei den Tierexperimentatoren, sind Tierschützer offenbar Fundamentalisten und Polemiker. Dient solches zum Selbstschutz, damit man sich mit ihnen und insbesondere mit der Materie nicht sachlich auseinandersetzen muss? Was Polemik ist, zeigt doch die Replik von Herrn Dr. Sigg auf den Tagi-Artikel von Felix Maise, wo er begrifflich in die Gemüsekiste greift. Mit Verlaub, so kann man der Tierversuchsproblematik nicht gerecht werden, was man aber müsste in der Position des Tierschutzbeauftragten von Hochschulen.

Dominik Steiger

Donnerstag, 27.08.09 12:48

Liebe Zürcher Tierschützer

Der polemische Stil Ihrer Beiträge im Blog ist abstossend. Ich bin Forscher an der Uni Zürich und mache Tierversuche mit Drosophila. Vor Menschen, die sich für Tierschutz-Anliegen einsetzen, hatte und habe ich Achtung. Ich verstehe jedoch nicht, warum Sie Menschen, die nicht ihre Meinung zu
Tierversuchen teilen, in beleidigender Weise angreifen müssen.

Sie vergleichen Tierexperimentatoren in punkto Glaubwürdigkeit mit den militanten Tierschutz-Aktivisten (5.8.), höhnen über die Medien, die nicht schreiben, was Ihnen passt (13.8.), bezichtigen "viele Experimentatoren" mangelnden Sachverstands über ihr Experimentierfeld hinaus (20.8.), und jetzt werfen sie Hans Sigg Verharmlosungen und Schönfärberei vor.

Sie betonen gerne Ihre Dialogbereitschaft und Ihren Glauben an die Kraft der besseren Argumente. Weshalb dann mit Polemik und Beleidigungen operieren? Glauben Sie, es helfe Ihrer Sache, wenn Sie Leute, die anders denken, schlechtmachen?

Sie haben kein Monopol des Herzens.

Enttäuscht, Dominik Steiger

 

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